Die Leipziger Buchmesse ist für mich etwas ganz Besonderes, wenn nicht sogar DER besondere Ort, an dem alles begann. Denn vor genau einem Jahr hatte ich dort das Speeddating mit meiner Forever-Lektorin, aus dem mein erster Verlagsvertrag hervorging (mehr dazu hier). Deshalb habe ich mich auch dieses Jahr besonders auf die LBM gefreut.

Die LBM fand vom 15. bis 18. März statt, aber leider konnte ich nur über das Wochenende kommen. Am Freitag saß ich dann im Zug auf dem Weg von der Schweiz (wo ich wohne) nach Deutschland. Schon im Zug habe ich mich vorbereitet, denn auch dieses Jahr wartete auf der LBM wieder etwas ganz Besonderes auf mich: meine erste Lesung.IMG_8561

Mit viel Nervennahrung und meinem Debütroman, Die Kurtisane, im Gepäck, wurde ich da schon langsam nervös und habe wieder und wieder das Lesen geübt (im Kopf, versteht sich).
Die Reise in die Heimat konnte ich gut mit einem Besuch bei meinen Eltern verbinden, die natürlich sehr stolz darauf waren, bei meiner ersten Lesung dabei sein zu können.

Erster Messetag: 17.03.2018

Um 6h30 fuhren wir dann am Messesamstag guter Dinge los – nicht ahnend, dass die Autofahrt eine wahre Katastrophe werden würde. Denn leider fuhren wir mitten in das stürmisch-verschneite Reich der Eiskönigin hinein (nur war es nicht so schön wie in Frozen). Obwohl wir extra so früh losgefahren waren, hätte ich es beinahe nicht zu meiner eigenen Lesung geschafft, da wir schließlich mit über einer Stunde Verspätung ankamen. Dank meines waghalsigen Sprints durch den Schneesturm habe ich es aber noch rechtzeitig geschafft. Leider waren wegen der Wetterbedingungen auch weniger Zuhörer da als erwartet. Ich habe natürlich trotzdem mein Bestes gegeben.

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Es hat großen Spaß gemacht, auf der Read & Meet Bühne des Bundesverbands junger Autorinnen und Autoren zu lesen und an dieser Stelle geht mein Dank an den Verband und die tolle Organisation. Es ist eine wunderbare Möglichkeit für JungautorInnen, ihre Werke zu präsentieren. Es lief alles gut und ich habe durchweg positives Feedback für meine knapp fünfzehnminütige Lesung bekommen. Ein voller Erfolg und ein guter Start für mein Buchmessewochenende! 🙂

Weiter ging es mit einigen bekannten Gesichtern und vielen neuen Bekanntschaften. Ich habe mich sehr gefreut, ein paar Schreibnachtteilnehmer kennenzulernen, denn bei der Schreibnacht war ich im Februar als Special Guest eingeladen (mehr dazu hier).
Besonders bereichernd waren die Begegnungen mit meiner Forever-Autorenkollegin Kat Reid, mit der ich auch den Großteil meiner Messezeit verbracht habe, und mit Autorenkollege Christian Milkus. Beide sind Testleser meiner aktuellen Märchenadaption (zu der ich bald mehr verraten werde).

Außerdem durfte ich endlich mehr Zeit mit der absolut liebenswerten Jennifer Jäger alias Liza Grimm verbringen. So ergab sich auch das absolute Highlight meiner diesjährigen LBM. Als wir nichtsahnend am Droemer Knaur Stand abhingen, gesellten sich doch tatsächlich Markus Heitz und Sebastian Fitzek zu uns. Ich hatte einen totalen innerlichen Fangirl-Moment, den ich aber ganz gut unter Kontrolle bekommen habe. Echt nett, diese beiden Bestseller-Autoren. Nur leider gibt es keine Beweisfotos, da ich wirklich versucht habe, professionell und cool zu bleiben. Trotzdem hätte ich mich ihnen am liebsten kreischend zu Füßen geworfen und um ein Autogramm gebettelt. 😉

Ein weiteres Highlight an diesem Tag war meine Schicht beim Nornennetz-Stand. Ein historischer Augenblick, denn zum ersten Mal war das Nornennetz mit einem eigenen Stand auf einer Buchmesse vertreten. Was meine Nornenschwestern da auf die Beine gestellt haben, ist wirklich großartig! Ich bin stolz, ein Teil davon gewesen zu sein und die Nornen vor Ort besser kennengelernt zu haben. Der Stand war mit viel Liebe dekoriert und unser Gewinnspiel (vor allem die von Elenor Avelle selbst gebastelten Boxen, die es zu gewinnen gab) waren der Renner. Ich durfte den Schicksalskelch halten, aus dem Besucher unseres Standes Lose ziehen konnten, und den Leuten erklären, warum der Alien auf einer unserer Postkarten denn nun eigentlich Horst heißt (weil man seinen wahren Namen nicht aussprechen könnte).

Außerdem war ich Teil der extra für die LBM gegründete Nornen-WG. Zu fünft haben wir verrückten Hühner uns eine Unterkunft geteilt und den Abend mit Cocktails, viel Gelächter und ein paar versauten Witzen ausklingen lassen, so wie sich das gehört. 😉

Zweiter Messetag: 18.03.2018

Der zweite Messetag sollte etwas ruhiger sein, da ich nicht so viele Programmpunkte geplant hatte. Trotzdem begann er stressig, da ich meinen Koffer über Nacht in der Messe-Garderobe vergessen hatte, mich also erst auf der Messe umziehen und fertigmachen konnte. Ein dickes Dankeschön an die Mädels der Nornen-WG, die mich mit ihrer Hilfsbereitschaft gerettet und mir das Nötigste zur Verfügung gestellt haben.

Das Highlight des zweiten Tages war dann der Nornen-Talk mit Nike Leonhard, Stella Delaney, Nora Bendzko und Katherina Ushachov, bei dem es vor allem darum ging, das Nornennetz vorzustellen,  aber auch die Fragen zu erörtern, wo Frauen in der modernen Phantastik und im Literaturbetrieb stehen, welche Frauenbilder es in diesen Bereichen gibt / geben sollte und wofür sich die Nornen dabei einsetzen. Wer diesen spannenden und viel bejubelten Nornen-Talk verpasst hat, kann ihn sich hier anhören.

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Ansonsten habe ich auch die beiden Lesungen meiner sehr geschätzten Fernstudium-Lektorin Sylvia Englert (alias Katja Brandis, alias Siri Lindberg) besucht, von der ich noch einiges lernen kann. Außerdem habe ich meiner Lektorin Louisa beim Forever-Stand einen Besuch abgestattet und meine Forever-Kollegin Raywen White zufällig getroffen.

Ich möchte mich bei allen herzlich bedanken, die mein Messeerlebnis auch dieses Jahr wieder unvergesslich gemacht haben. Vor allem bei denen, die trotz der schrecklichen Wetterverhältnisse zu meiner Lesung gekommen sind. Das hat mir viel bedeutet. Vielen Dank auch an die liebe Donatha von The Reading World, die extra beim Nornenstand vorbeigekommen ist, um mich zu treffen. Hat mich sehr gefreut, dich persönlich kennenzulernen. Toll war auch, dass ich einer jungen Autorin Tipps für das Speeddating geben konnte, das am Messesonntag wieder stattfand. Meine Daumen sind fest gedrückt.

Zum Schluss möchte ich noch ein tolles Zitat mit euch teilen, das ich von der LBM 2018 mitgenommen habe. Und nicht vergessen: Nach der Messe ist vor der Messe! Ich freue mich auf alle, die nicht zur LBM kommen konnten oder die ich verpasst habe.
Bis bald in Frankfurt!

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2 Antworten auf „Rückblick zur Leipziger Buchmesse 2018

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