Ihr Lieben,

es ist vollbracht. Mein erster Roman wird bald veröffentlicht.

Seit Jahren bin ich nun schon „das Mädchen, das ein Buch schreibt“. Meine Familie, meine Freunde und Bekannten wissen es alle und doch haben sich wahrscheinlich die meisten gedacht, dass es eben nur ein Hobby ist und nie etwas daraus wird. Aber es war nie nur ein Hobby – es war schon immer meine Leidenschaft.

Schon seit ich denken kann, haben mich meine Eltern zum Lesen ermutigt. Ich habe ihnen bereits Geschichten „vorgelesen“, als ich noch nicht einmal lesen konnte.

In unserem Haus wimmelt es von Büchern und mir wurde als Kind jeden Abend vorgelesen, selbst dann noch, als ich schon längst lesen konnte. Ein Buch darf bei uns nie fehlen, egal, ob im Urlaub am Strand, auf der heimischen Terrasse, im Bett, im Park, Auto, Zug, Flugzeug … die Liste ist lang. Außerdem machten wir regelmäßig Büchereien und Bücherflohmärkte unsicher, eine Gewohnheit, die ich mir auch im Erwachsenenleben erhalten habe.

Für all das bin ich ihnen heute dankbarer denn je, denn diese Geschichten, die mich von klein auf umgaben, haben meine Phantasie beflügelt. Es waren immer Geschichten, die in fernen Welten spielen, die mich am meisten gefesselt haben. Von Abenteuern und Magie, von Helden und Antihelden, von Liebe und Verrat, von Heldenreisen und neuen Freundschaften – wichtig war für mich immer nur, dass ich mich aus der Realität hinein in diese Geschichten flüchten konnte.

Ich war mit Bilbo auf dem Einsamen Berg, habe mit Frodo und Sam die Schatten von Mordor besiegt, war Schülerin in Hogwarts, bin mit Eragon auf Drachen geritten und habe mit Daenerys Stormborn von der Eroberung von Westeros geträumt.

Gerne ziehe ich mich zurück zu den Feen und Kobolden und überlasse die Welt für eine Weile sich selbst. Das ist es, was mich am Lesen fasziniert: Ich öffne ein Buch und bin sofort an einem anderen Ort, in einer anderen Zeit, umgeben von fremden Wesen, Orten, Gerüchen, die nach einer Weile zu Vertrauten werden. Manche mögen es Weltflucht (Eskapismus) nennen, ich würde es eher als Urlaub bezeichnen. Lesen ist wie Kurzurlaub – wenn der Autor seine Sache gut macht.

Es geht mir um das Geschichtenerzählen, um die Magie, die sich bei einem guten Buch auf jeder Seite entfaltet. Geschrieben habe ich deshalb auch schon seit ich ganz klein war – von Märchen über Kurzgeschichten bis hin zu Gedichten. Meine Eltern und Großeltern haben diese ersten Gehversuche natürlich über die Jahre aufgehoben und es ist lustig zu sehen, wie sich der eigene Schreibstil seitdem verändert hat.

Als ich ungefähr siebzehn war, hatte ich zum ersten Mal eine Idee, die mich nicht mehr losgelassen hat und daraus hat sich dann eine komplexere Geschichte entwickelt. In meinem Kopf formte sich nach und nach eine ganze Welt. Ein neuer Ort, an den ich reisen konnte. Der große Unterschied war aber diesmal, dass ich selbst diesen Ort mit Leben füllen konnte.

Meine Figuren erwachten immer mehr zum Leben, je mehr ich sie auf meiner Reise durch ihre Welt kennenlernte und ich litt und freute mich mit ihnen. Es stand mir alles so klar vor Augen, als gäbe es diese Welt wirklich, als könnten diese Figuren, die mir so ans Herz gewachsen waren, jeden Moment ihre Welt zwischen den Seiten verlassen und zur Tür hereinspaziert kommen. Und so entstand mein erster Roman, der demnächst verlegt wird.

Aber halt! Das hört sich jetzt alles viel zu einfach und unkompliziert an.

Es ist leider nicht genug, viel zu Lesen oder ein besonderes Talent zum Schreiben zu haben, um als Autorin erfolgreich zu sein. Es steckt eine Menge Arbeit dahinter (und wohl auch etwas Glück).

Einen Verlag vom eigenen Manuskript zu überzeugen scheint eine Lebensaufgabe zu sein. Es ist wie eine Bewerbung für einen Job und es gibt so viele Dinge, die beachtet werden müssen. Das Anschreiben, das Exposé, die Leseprobe, die Biobibliografie – alles muss perfekt sein, bevor man den Schritt, den Verlag zu kontaktieren, überhaupt wagen kann. Und dann kann es passieren, dass die Bewerbung einfach auf einem Stapel mit tausend anderen Manuskripteinsendungen landet und nie gelesen wird. Es ist äußerst frustrierend.

Ich habe am Ende einen ganz anderen Weg gewählt, von dem ich euch in meinem nächsten Blogeintrag „Speeddating – so findet man heute den perfekten Partner (ähm, Verlag)“ mehr erzählen möchte.

Und das ist auch der Zweck dieser Website. Ich möchte hier darüber berichten, wie ich es am Ende geschafft habe, mein Buch bei einem der großen deutschen Verlage unterzubringen. Viele von euch stehen sicher noch vor dieser angsteinflößenden Aufgabe und deshalb teile ich meine Erfahrungen sehr gerne mit euch. Außerdem möchte ich euch mitnehmen auf die aufregende Reise, die jetzt für mich beginnt und würde mich freuen, wenn ihr mich ein Stück des Wegs begleitet.

Also, teilt fleißig diese Website und meine Facebook-Seite mit Freunden und Bekannten! Ich freue mich über Nachrichten, Kommentare und Anregungen und über jeden von euch, der gerne Teil meines kleinen Abenteuers sein möchte.

Eure Carina

 

2 thoughts on “Los geht’s!

  1. Wir wünschen Dir alles erdenklich Gute und freuen uns auf Dein erstes Buch. Ich finde es wahnsinnig aufregend. Wir unterstützen unsere Tochter auch schon von kleinauf, haben immer vorgelesen und heute liest sie uns mit ihren 8 Jahren vor. Lesen unterstützt Sprachentwicklung und ist immer wichtig. Wir voten heute sehr gerne für Dich und wünschen Dir ganz viel Erfolg. Liebe Grüße, Silke

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